

Mobilität für Jung und Alt - gemeinsam Perspektiven schaffen
Nesselwang ist lebenswert, geprägt von einer starken Gemeinschaft, von Natur, Tourismus und Ehrenamt. Gleichzeitig spüren wir, dass sich vieles verändert: Der Verkehr nimmt zu, schon jetzt deutlich spürbar durch den gestiegenen Durchgangs- und Ausflugsverkehr. Künftig
der Ortskern verliert an Lebendigkeit und die digitale Infrastruktur bleibt hinter den Möglichkeiten zurück.
Wir sind überzeugt: Diese Herausforderungen lassen sich gestalten – wenn man frühzeitig handelt, zuhört und gemeinsam Lösungen entwickelt.
Der zunehmende Durchgangs- und Ausflugsverkehr, die geplante Ausweitung der B12 und steigende Besucherzahlen belasten Wohngebiete und schmälern die Aufenthaltsqualität.
Unsere Antwort darauf ist kein „Weiter so“, sondern ein ganzheitliches Verkehrskonzept. Dazu gehören Verkehrsberuhigung im Ortskern, kluge Parkraumverlagerung, sichere Rad- und Fußwege sowie neue Wege im öffentlichen Nahverkehr. Ein flexibles Rufbus-System nach erfolgreichen regionalen Vorbildern kann Einheimische, Gäste und Ortsteile besser verbinden, den Individualverkehr reduzieren und den Ortskern entlasten. Mobilität soll wieder Freiheit bedeuten – nicht Lärm, Stau und Parkplatzsuche.
Eng damit verknüpft ist die Entwicklung unseres Ortskerns. Wenn sich Leben, Handel und Begegnung immer weiter an den Rand verlagern, verliert ein Ort sein Herz. Wir wollen dem aktiv entgegenwirken. Das Bahnhofsareal und der Kurpark bieten enormes Potenzial als attraktiver Ortseingang, als Treffpunkt und als Drehscheibe für Mobilität. Mit Bürgerbeteiligung, kreativen Nutzungskonzepten und Förderprogrammen können hier neue Räume für Begegnung, Kultur und Alltag entstehen. Auch leerstehende oder untergenutzte Gebäude wollen wir wieder ins Gemeindeleben integrieren – nicht als Prestigeprojekte, sondern als Orte für alle Generationen.
Zur Zukunftsfähigkeit gehört für uns auch eine leistungsfähige digitale Infrastruktur. Seit Jahren wurden in Nesselwang wichtige Schritte im Breitbandausbau gemacht – darauf bauen wir auf. Jetzt ist der Moment, den nächsten Schritt zu gehen: Glasfaser bis ins Haus, für alle Ortsteile, für Familien, Betriebe und Homeoffice. Die Fördermöglichkeiten von Land und Bund sind da, die Beispiele aus der Region zeigen, dass es funktioniert. Digitale Teilhabe ist heute Daseinsvorsorge – gerade im ländlichen Raum.
